Stationen-Theater auf der Sayner Hütte mit Oberpförtner Müller

Vorverkauf ist gestartet.

 

Bendorf. Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum bietet im Rahmen der Sonderausstellung „Preußens schwarzer Glanz“ erstmals ein Stationen-Theater auf der Sayner Hütte an. Am Sonntag, 10. Juni, finden unter dem Titel „Oberpförtner Müller – Ich weiß Bescheid!“ jeweils um 15 Uhr und 16.30 Uhr Vorstellungen statt. Das Drehbuch kommt von Heike Kamp und Stephanie Paatsch.

Am „erzkonservativen“ und stets korrekten Oberpförtner Müller auf der Sayner Hütte kommt niemand ungesehen vorbei. Zwischen Passierscheinen und Durchgangsgenehmigungen lässt er die Stempeluhr und die Krupp´schen Arbeiter nie aus den Augen. Er hat nicht nur Einblicke in die Arbeitsvorgänge, sondern auch die Arbeitsordnung stets vor Augen. Ebenso bei den Hüttendirektoren und der Familie Krupp schaut er neugierig und gerne hinter die Kulissen. Am Eingang empfängt er die Gäste gegen Vorlage ihres Passierscheines mit dem Lied: “Glück auf“ und nimmt sie mit zu seiner Schicht.

Emotionsvoll schildert er die Lebensumstände im Schatten des Hochofens und berichtet über die harte Arbeit, während er den Inhalt seines Henkelmannes umständlich inspiziert. Mit Stolz gestählter Brust erzählt er, welch wunderbaren Kunstwerke aus Gusseisen, natürlich unter seiner Anleitung, hier entstanden sind. Die Arbeit mit dem glühenden Eisen war gefährlich und deshalb galt es, die Arbeitsordnung stets einzuhalten. Nur mit dem Alkoholverbot nimmt er es persönlich nicht so genau. Während des Rundganges mit Sitzmöglichkeiten wird ein Hüttenschnaps gereicht.

Seit drei Jahren spielt der gebürtige Sayner, Alois Müller, die fiktive Figur des Oberpförtners der Sayner Hütte neben anderen Akteurinnen und Akteuren im Museumstheater des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums. Dass er die Figur des Oberpförtners so glaubhaft verkörpert, ist zum einem seinem rheinischen und ortsbezogenen Dialekt geschuldet, zum anderen seiner Spielfreude auf verschiedenen Musikinstrumenten. Und so ist der „Oberpförtner Müller“ mittlerweile eine fest etablierte Größe bei den Museumsbesuchern. Wie jeder weiß, ist er der wichtigste Mann auf der Sayner Hütte: „Mir ist es egal, wer unter mir Direktor ist…“, lautet einer seiner beliebten Aussprüche.

Der Preis beträgt 7,50 Euro pro Person zzgl. Eintritt Sayner Hütte.

Treffpunkt für das Stationen-Theater ist das Besucherzentrum Sayner Hütte.

Infos und Anmeldung: Rheinisches Eisenkunstguss-Museum & Tourist-Info, Schloss Sayn, Tel.: 02622/902913, Mail: touristinfo.sayn@bendorf.de